Sprungmarken
Dynamische Navigation einblenden
Dynamische Navigation ausblenden
Suche
Suche
Kopfillustration
Bild in voller Höhe anzeigen Bild in halber Höhe anzeigen

Hier schreibt Michael Ebling

Großartige Aussichten für die Stadtteile

Die Tage sind mittlerweile merklich kürzer geworden, die Temperaturen sinken in Richtung der Frostgrenze, der Winter kündigt sich an.

Damit geht ein Jahr zur Neige, das gerade mit einem nicht enden wollenden Sommer und ungewöhnlichen Hitzeperioden über lange Monate in Erinnerung bleiben wird. Symbolisch dafür standen Bilder von Tankwagen, welche die gestressten städtischen Bäume und Pflanzenbeete über viele Wochen wegen der stehenden Hitze mit Wasser versorgen mussten. Oder auch selten erlebte, blank liegende Uferflächen am Rhein. Plötzlich traten vom trocken gefallenen Rheinbett freigegebene Flakpatronen in großer Zahl ans Licht, die es im Nachgang unschädlich zu machen galt. Ich danke dem Kampfmittelräumdienst, der rund 200 solcher Relikte des 2. Weltkrieges im Jahr 2018 mit großer Umsicht sprengen konnte.

Nun kehren die stilleren Tage ein, jene Zeiten, da man vielerorts familiär enger zusammenrückt und über die Schulter auch auf das vergangene Jahr zurückblickt. Es ist jene Phase im Jahr, da man wägend eine Bilanz zieht:

Was ist gelungen?

Wo war noch „Luft nach oben?“

Und vorausblickend: Was kommt?

Welche Herausforderungen stellt das kommende Jahr?

Das geschieht nicht nur im Privaten, sondern auch bei der Arbeit, im Sportverein –und eben auch in der Verwaltung.

Wir blicken in Mainz auf ein Jahr zurück, in dem viele Projekte möglich wurden, an deren Realisierung aus finanzieller Sicht lange Zeit nicht zu denken war. Dies liegt auch darin begründet, dass uns der städtische Haushalt wieder Spielräume eröffnete, an die lange nicht zu denken waren. Diese Gelegenheit haben wir gezielt ergriffen.

Vor allem gaben uns Fördermitteln des kommunalen Investitionsprogramms „KI 3.0" die Chance zu Finanzierungsmöglichkeiten, welche die Stadt Mainz gerne im Sinne der Bürgerinnen und Bürger für wichtige Weiterentwicklungen in den Stadtteilen genutzt hat.

Die Bahnhofstraße konnte auf diesem Wege ausgebaut und damit von ihrem „Schmuddelimage“ befreit werden. Dies war ein Kraftakt, wirkt sich im Ergebnis aber überaus positiv auf das Umfeld des Bahnhofes aus. Hier kommen zahlreiche Gäste in Mainz an und gewinnen heute einen wesentlich angenehmeren  Eindruck bei der ersten Begegnung mit unserer Goldenen Stadt am Rhein, als dies zuvor der Fall war.

Der Umbau wird am Münsterplatz fortgesetzt –ein Quartier wandelt damit peu a peu  sein Antlitz. Dazu trägt natürlich auch die Große Langgasse nicht unwesentlich bei.

Der arbeitsintensive – mittlerweile fertiggestellte - erste Bauabschnitt der Großen Langgasse, der heutige „Inselplatz“ ist nach meinem Empfinden als überaus gelungen anzusehen, hat „Atmosphäre getankt“ und wirkt einladender als je zuvor.

Auch hier gingen Beeinträchtigungen für das Umfeld mit den Bautätigkeiten einher. Über Nacht fallen neue Plätze eben nicht vom Himmel, zumal zumeist die „unbekannten Verhältnisse“ im Erdreich das größte Problem darstellen. Ich danke allen Anwohnern und Geschäftsleuten für ihre Geduld und enge Kooperation in dieser Zeit. Es hat sich gelohnt.

Bis 2020 wird das Gesamtareal in letztlich vier Bauabschnitten in komplett neuem Gewande daherkommen und die zentrale Innenstadt ein großes Maß an Aufenthaltsqualität hinzugewinnen.

Aber auch in den Stadtteilen gibt es erfreuliche Entwicklungen. Der Neubau der Bürgerhäuser Hechtsheim und Finthen hat begonnen, was mich sehr freut und dringend notwendig war. Zugegebenermaßen gibt es auch hier unvermeidbare „Begleitgeräusche“. Denn die Baubranche boomt, allerorten wurde und wird auf Rekordniveau gewerkelt, die Baubücher sind randvoll.

Da ist es für manchen Auftraggeber derzeit schwierig, überhaupt Bieter für Einzelgewerke zu finden, was manche Maßnahme leider nicht günstiger macht. Das gehört zur Wahrheit dazu.

Die Baumaßnahme Bürgerhaus Lerchenberg wiederum wird mit der ergänzenden Planung einer Kita 2019 folgen. Umfangreiche Sanierungen wird es auch in der Kulturhalle Weisenau und bei der Töngeshalle in Ebersheim geben.

Das sind großartige Perspektiven für diese Stadtteile und unverzichtbare Schritte für das soziale, gesellschaftliche und kulturelle Miteinander vor Ort. Ich verrate kein Geheimnis, wenn ich darauf verweise, dass es zuvor naturgemäß mancherlei Beeinträchtigungen im Vereinsleben während der Bauzeit zu überstehen gilt. Diese Phase ist aber überschaubar und endlich, daher danke ich allen Beteiligten für ihre Geduld.

Zu Beginn des Jahres 2019 steht dann auch die Sanierung der Rheingoldhalle an: ein Invest von stolzen 17 Mio. Euro. Dies versetzt uns in die Lage, das Mainzer Flaggschiff des Kongresswesens mit den  notwendigen Investitionen wettbewerbsfähig zu halten.

Nun folgt der Umbau des Großen Saales, inklusive Foyer, sowie des Erdgeschosses mit neuem Innenleben. Die Rheingoldhalle gewinnt mit der Sanierung deutlich an Substanz. Dies ist auch ein wichtiges Signal für den Wirtschaftsstandort Mainz.

Denn: die Nachfrage für Tagungen und Großveranstaltungen in Mainz bleibt ungebrochen hoch. Zugleich steht die Landeshauptstadt bei den Übernachtungszahlen unangefochten an der Spitze in Rheinland-Pfalz. Diese Faktoren wollen wir auch in Zukunft für uns nutzen, die Weichen sind gestellt.

Wie es in Mainz guter Brauch ist, steht zum nahenden Jahresbeginn zunächst die Fastnachtskampagne vor der Tür. Aber bevor wir die Narrenkapp aufsetzen, steht die Zeit der Besinnung an, zünden wir in aller Ruhe die Adventskerzen daheim an und besuchen unseren schönen Weihnachtsmarkt.

Ich wünsche Ihnen allen daher eine besinnliche Weihnachtszeit.

Ihr Michael Ebling

Videokolumne von Oberbürgermeister Michael Ebling / Datenschutzhinweis zur Videonutzung siehe www.mainz.de/datenschutz© Landeshauptstadt Mainz

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot und einen funktionierenden Online-Service zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie auf der Seite 'Datenschutz'.

Seite 'Datenschutz'